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Im letzten Deutschen Bundestag gab es einen Abgeordneten namens Bernd Schmidbauer, der seinerzeit unter dem Bundeskanzler Kohl sehr schnell sehr hoch gestiegen war. Schmidbauer war eine Zeitlang Staatsminister im Bundeskanzleramt und Koordinator der Geheimdienste, eine Art christdemokratischer Ben Wisch also. Als es mit der Regentschaft Kohls zu Ende ging und alle Minister ihre Abschiedsurkunden erhalten hatten, fiel etwas Merkwürdiges auf: Der Staatsminister Schmidbauer schien gar nicht zur Kenntnis zu nehmen, dass auch seine Zeit abgelaufen war. Noch immer redete er gern in geheimnisvollen Andeutungen, tat so, als werde er noch täglich von den Sicherheitsverantwortlichen der Republik informiert, hielt im Auswärtigen Ausschuss, wie der Spiegel süffisant anmerkte, "längliche Reden", bei denen sogar Angela Merkel mit den Augen rollte. Ohne es zu merken, war er zum Faktotum geworden.
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